18.03.2018 – Fahrt in Richtung Natchez

Der Morgen beginnt für uns gegen 8 Uhr. Heute ist es bewölkt und windig. Wir frühstücken gemütlich mit Blick auf den See. Eigentlich haben wir gar keine Lust auf die Interstate und so fahren wir erst gegen halb elf los. Die Fahrt bis zur Interstate ist recht schön, es geht wieder über die “Achterbahn”.

Die Interstate sieht genauso aus wie an den vorangegangen Tagen. In Jackson biegen wir in Richtung Vicksburg ab. Es hat nun angefangen zu regnen. Diese Stadt wurde 1811 gegründet und im Jahr 1825 erhielt sie das Stadtrecht. Während des amerikanischen Bürgerkrieges war sie aufgrund ihrer Lage hart umkämpft. Nachdem General Grant den Sieg errungen hatte, hatten die Nordstaaten die Möglichkeit, mit ihrer Flotte den Nachschub in den Süden ungehindert zu organisieren.

Wir fahren durch Stadt hindurch und sind etwas enttäuscht. Einige schöne Häuser gibt es, aber vieles ist heruntergekommen und verfallen. Nur das Casino am Mississippi scheint zu florieren.

Wir halten auf dem Parkplatz und sehen das erste Mal diesen großen und breiten Fluss. Lange Frachtkähne fahren auf dieser wichtigen Verkehrsader flussauf- und -abwärts. Wir nutzen den Aufenthalt für einen kleinen Imbiss.

Wir wollen heute auf dem Campingplatz des Grand Gulf Military Monument Park übernachten und uns morgen früh das Museum ansehen. Nun fahren wir einen normalen Highway Richtung Süden. Dann biegen wir ab in Richtung Mississippi. Aus den Augenwinkeln habe ich ein kleines Hinweisschild gesehen, dass die Historic Site geschlossen ist. Nach etwa sieben Meilen kommt ein Schild „Road under water“. Tatsächlich ist kein Durchkommen, alles ist überflutet.

Tja, da ist nicht zu machen. Mit etwas Mühe wenden wir und fahren die Strecke zurück. Wir überlegen, direkt bis Natchez zu fahren, haben aber die Befürchtung, dass dieser Platz auch unter Wasser steht. Da es bereits später Nachmittag ist, frage ich Susi nach einem Platz. Sie zeigt mir einen an, und wir fahren los. Da wir normale Straße fahren, kommen wir durch kleinere Ortschaften. Man sieht schon Häuser mit der Südstaatenarchitektur und auch die ersten schönen alten Eichen begegnen uns.

Wir fahren durch den Wald auf recht schmalen Straßen. Als wir ankommen, ist kein Campground zu sehen, danke Garmin.

Nun geht es zurück und wir sehen einen Hinweis auf einen State Park mit Campingsymbol. Also folgen wir der Beschilderung. Bald teilt sich der Weg. Ein Weg führt zum Visitor Center und einer zum Campingplatz. Wir nehmen den ersteren und kommen zu einem schönen See. Es ist bereits 17:30 Uhr und die Rezeption ist natürlich schon geschlossen. Ein Schild weist darauf hin, dass man sich einen Platz suchen und sich am nächsten Morgen bis 9 Uhr in der Rezeption melden soll.

Also geht es zurück und Richtung Campingplatz. Dieser teilt sich in zwei Plätze ein, einer ist im Wald und einer ist in der Nähe des Sees. Wir nehmen den Platz in der Nähe des Sees und suchen uns eine Site die nicht reserviert ist. Die Lage hier ist sehr schön, den See können wir aber nicht sehen. Wir schließen Strom und Wasser an und verbringen einen gemütlichen Abend.

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