13.05.2018 – Fort Stevens State Park

Bevor wir weiter fahren, wollen wir  uns heute noch den State Park anschauen. Abfahrt ist  bereits gegen acht Uhr. Da heute Sonntag ist, schlafen um diese Uhrzeit noch viele und wir sind fast allein auf der Straße. Der Weg führt uns in Richtung Norden zur Mündung des Columbia Rivers. Auf dem Parkplatz steht nur noch ein Auto. Von hier haben wir einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Ufer im Bundesstaat Washington. Landeinwärts sieht man kaum etwas, da hängen noch Nebelfetzen über dem Wasser.

Auf der gegenüberliegenden Seite führt ein Weg zu einem Bunker, von dem aus man Vögel beobachten kann. Der Weg geht über einen erhöhten Holzsteg zu einer von Dünen umgebenen Bucht. Da zurzeit Niedrigwasser ist, sieht man viele Sandbänke, auf den sich die Möwen tummeln. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das eigentliche Fort, dass wir uns im Anschluss ansehen wollen.

Als ich zum Parkplatz zurückgehe, sehe ich über mir einen Weißkopfseeadler kreisen. Was für ein Glück, dass hatte ich mir schon immer gewünscht, mal so einen Adler zu sehen. Majestätisch zieht er seine Kreise auf der Suche nach Beute. Nachdem Norbert ebenfalls zurückkommt, fahren wir wieder zurück. Der nächste Stopp ist am Observation Tower. Parkplätze sind heute am Sonntagmorgen kein Problem. Wir laufen das kurze Stück bis zum Turm. Von hier hat man einen herrlichen Blick aufs Meer und die Mündung der Colorado Rivers, der von einer ca. 1,5 Meilen langen Steinbuhne begrenzt wird. Im Süden kann man den sehr breiten Sandstrand sehen.

Dann geht es weiter zu dem Fort, das während des amerikanischen Bürgerkrieges errichtet wurde. Es wurde nur während der Kriege (1. Und 2. Weltkrieg) ausgebaut. Dazwischen verfiel es zum Teil. Der einzige Angriff erfolgte 1942 von einem japanischen U-Boot.

Damit war Fort Stevens die einzige militärische Einrichtung des kontinentalen Teils der USA, die nach dem Krieg von 1812 von einer fremden Macht angegriffen wurde. Das U-Boot lag außerhalb der Reichweite der veralteten Geschütze, so dass diese das Feuer nicht erwidern konnten. Der Angriff brachte jedoch nur leichte Beschädigungen, das U-Boot wurde von einem amerikanischen Flugzeug verfolgt, konnte jedoch entkommen. (Quelle Wikipedia)

Als wir auf das Gelände fahren, sehen wir jede Menge Elks. Als wir diese dann bei der Abfahrt fotografieren wollten, waren sie bereits durch einen laut lärmenden Rasenmäher vertrieben worden, schade. Wir sehen uns nun die Anlage an, von der eigentlich nur noch Ruinen vorhanden sind. Wir gehen auf dem Wall entlang. Hier haben wir einen schönen Blick auf den Fluss. Ein großes Frachtschiff fährt in Richtung Astoria. Dann gehen wir langsam zurück vorbei an einem Zelt und einen Stand mit historischem Flair.

Unser Weg führt uns nun Richtung Astoria. Es geht vorbei an schönen Häusern und Grundstücken auf denen die Azaleen und Rhododendron in voller Blüte stehen. Der Frühling ist doch eine schöne Jahreszeit. Von weiten sehen wir schon die große Brücke, die von Astoria hinüber nach Washington führt. Wir nehmen diese Überfahrt nicht, sondern fahren weiter auf der Seite von Oregon. In Astoria scheint heute ein Fest zu sein. In einer Straße, die unseren Weg kreuzt sind viele Stände aufgebaut und unwahrscheinlich viele Menschen unterwegs.

Wir fahren weiter und es geht vorbei am Hafen. Uns eröffnen sich immer wieder schöne Ansichten. Nach dem wir die Stadt endgültig hinter uns gelassen haben, geht es überwiegend durch Wald und ständig bergauf und bergab. Dann sehen wir in der Ferne einen Berg mit weißer Spitze, das müsste schon der Mount Saint Helens sein.

Kurz vor Rainier überqueren wir den Columbia River und kommen nach Longview in Washington. Von der Brücke aus sehen wir einen großen Umschlagplatz für Schiffe. Bis hierher fahren also die Containerschiffe. Wir fahren durch den Ort und kommen wieder auf den Highway 5, den wir in nördliche Richtung nehmen. Dann biegen wir auf den Hwy 504 in Richtung des Mount Saint Helens ab. Nach einigen Meilen kommen wir zum Visitor Center. Wir wollen uns Informationen zu diesem Berg und zum Mount Rainier holen.

Wir erfahren, dass die Strecke am Mount Saint Helens bis zum Coldwater Lake frei ist, die Strecke im Mount Rainier NP über die 410 ist leider noch geschlossen. Nun wissen wir Bescheid und müssen unsere Route entsprechend planen. Beim Verlassen des VC können wir einen schönen Blick auf den Mt. St. Helens mit seiner weißen Kuppe werden. Es geht nun weiter auf dem Hwy 504 bis zu dem von mir ausgesuchten Campingplatz.

Die Landschaft ist sehr schön. Es geht vorbei an einigen Seen. Auf dem Campingplatz ist die Rezeption wieder zu. Es kommt aber gleich ein Mann vorbei, der neben der Rezeption seinen Stellplatz hat, ist wahrscheinlich der Host. Heute brauchen wir nur Strom und Wasser. Nachdem wir die Formalitäten erledigt haben, können wir uns einen Platz aussuchen. Die Plätze ohne vollen Service liegen auf der anderen Seite des Platzes. Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein und stehen ganz allein auf dem Platz im Grünen und unter Bäumen. Die Straße ist zwar in Sichtweite, wird aber wenig befahren, da sie keine Durchgangsstraße ist. Den Rest des Tages verbringen wir dann gemütlich mit Bericht schreiben, Fotos sortieren, Film überspielen usw. Heute Abend ist es wieder richtig schön ruhig.  

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