17. Juni – Devils Tower

Heute Morgen ist es wieder recht frisch und beim Blick aus dem Fenster zeigt sich ein wolkenloser Himmel. Gegen halb neun fahren wir los, schnell noch ein Bild von unserem Übernachtungsplatz ohne Wohnmobil. Gestern hatte ich es ganz vergessen.

Wir fahren durch Buffalo auf den Highway 16. Über die Interstate 90 kämen wir sicher viel schneller voran, aber wir wollen auch was von der Landschaft sehen. Wir kommen nun durch eine dünn besiedelte Gegend. Entlang eines Flusses sind viele Ranches zu sehen. Wir fahren nun Meile um Meile durch eine einsame Gegend. Uns kommen nur sehr wenige Autos entgegen und wir werden höchsten von drei Autos überholt. Die Landschaft besteht aus vielen Hügeln, kleinen Tälern und einem Fluss, an dem Bäume wachsen.

Uns begegnen immer wieder Gabelböcke, die hier auf den eingezäunten Weiden grasen. Dann kommt ein Schild mit einer Baustelle. Dann sehen wir eine rote Ampel und die Straße ist keine Straße mehr, sondern eine hügelige Sandpiste. Wir stehen ganz allein an der Ampel, weit und breit niemand zu sehen. Endlich nach einer Weile kommt ein Pilot Car und wendet vor uns. Die Ampel schaltet auf grün und wir folgen. In Schlangenlinien zeigt man uns den befahrbaren Weg, der über mehrere Kilometer führt.

Hinter dem Hügel kommen dann auch die Baumaschinen in Sicht. Hier wird intensiv gearbeitet. Wir schlängeln uns mit Hilfe unseres Führers durch die chaotische Strecke. Endlich erreichen wir wieder “festen” Boden für Monti und atmen auf. Nun geht die Fahrt weiter durch diese einsame Gegend, ab und zu sieht man mal ein Haus. Bald wird die Gegend bewohnter und wir sehen große Tagebaue und Industriebauten. Nun ist es nicht mehr weit bis Gillette. Auch hier gibt es eine Baustelle und wir fahren wieder eine Umleitung.

Bald erreichen wir die Interstate und es geht einige Meilen nach Osten. Dann biegen wir in Richtung Devils Tower ab. Zuerst führt die Straße durch Prärie, dann durch ein liebliches Tal und nun können wir den Monolith in der Ferne sehen. Nach etwa 20 km erreichen wir den Parkeingang. Eine Weile müssen wir anstehen, dann fahren wir erst einmal zum Campingplatz.

Wir sind bereits um die Mittagszeit da und suchen uns einen schönen Platz aus. Die Selbstregistratur ist schnell erledigt. Auf dem Platz werden gerade die Bäume von lockeren Ästen befreit. Da das Wetter sehr schön ist, genießen wir die Sonne und essen etwas. Dann kommt der Ranger vorbei und sagt uns, dass heute am späten Nachmittag ein Unwetter erwartet wird. In der Ferne sind auch schon dunkle Wolken zu sehen.

Da wir heute keine große Lust zum Wandern haben und die dunklen Wolken inzwischen bedrohlich näher kommen, machen wir nur den kurzen Trip zu den Präriehunden. Diese stoßen dann auch sofort ihren Pfeifton aus, um zu sagen “Achtung es nähern sich wieder Zweibeiner”. Trotzdem sind diese possierlichen Tiere überall zu sehen. Es ist so schön, ihnen zu zusehen. Wir brauchen eine ganze Weile für die Runde, nur die schwarzen Wolken treiben uns dann zurück zu Monti.

Es wird nun höchste Zeit, denn es beginnt zu stürmen und zu gewittern. Es wird richtig dunkel und bei zwei Donnerschlägen klirren die Tassen im Schrank. Dann setzt starker Regen ein, der laut auf Monti prasselt. Die ganze Zeit während des Unwetters steht der Ranger in seinem Auto auf dem Campingplatz, wie fürsorglich. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und die ersten Sonnenstrahlen tauchen  die roten Felsen in ein unwirkliches Licht. Die Schwüle ist jetzt angenehmeren Temperaturen gewichen. Für den Rest des Abends machen wir es uns gemütlich. Morgen geht es dann in die Black Hills. 

Aufrufe: 117

DSGVO Cookie Einwilligungen mit Real Cookie Banner
%d Bloggern gefällt das: