Landeskrone Görlitz – beeindruckende Ausblicke vom Hausberg

Am südwestlichen Rand von Görlitz erhebt sich die Landeskrone, ein markanter, bewaldeter Berg, der das Stadtbild schon von Weitem prägt. Mit seiner charakteristischen Silhouette ist er ein beliebtes Ausflugsziel und bietet vom Gipfel aus einen weiten Blick über Görlitz und die Landschaft der Oberlausitz.
Im Jahr 2009 machten auch wir uns zu Fuß auf den Weg hinauf. Oben angekommen, wurden wir mit einer schönen Aussicht belohnt: Die roten Dächer der Stadt, die Kirchtürme und die grünen Landschaften ringsum breiteten sich vor uns aus. Unsere Fotos halten diesen Ausflug fest und erinnern an einen Tag, an dem wir Görlitz einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben konnten.
Ein Berg mit langer Geschichte
Die Landeskrone ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein Berg mit einer bewegten Vergangenheit. Mit ihren rund 420 Metern Höhe überragt sie die Umgebung und ist schon von Weitem zu erkennen. Geologisch ist sie ebenfalls etwas Besonderes: Vor etwa 30 Millionen Jahren entstand hier ein vulkanischer Durchbruch, dessen widerstandsfähiges Basaltgestein den markanten Berg formte.
Schon im Mittelalter spielte die Landeskrone eine wichtige Rolle. Auf ihrem Gipfel befand sich eine Burg, die 1268 erstmals urkundlich als „castrum landischkrone“ erwähnt wurde. Im Jahr 1440 kaufte die Stadt Görlitz die Burg und ließ sie aus Furcht vor einem möglichen Räubernest abtragen. Von der einstigen Befestigung blieben nur wenige Spuren zurück.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entwickelte sich die Landeskrone zu einem beliebten Ziel für Ausflügler. Ein Aussichtsturm wurde 1796 errichtet. Auch der Dichter Theodor Körner bestieg den Berg: am 12. August 1809 und erneut 1813. Das Denkmal, das heute an ihn erinnert, wurde 1895 auf dem Gipfel errichtet.
Das Theodor-Körner-Denkmal steht etwas versteckt zwischen Bäumen und Sträuchern. Die steinerne Stele mit dem Porträtrelief erinnert an den Dichter, der die Landeskrone zweimal bestieg. Gerade dieser ruhige Platz lässt den historischen Bezug des Berges besonders anschaulich werden.
Wenn man heute oben steht und über die Landschaft blickt, kann man sich gut vorstellen, warum dieser Berg schon seit Jahrhunderten Menschen angezogen hat. Die Landeskrone verbindet Natur, Geschichte und weite Ausblicke – und gehört ganz selbstverständlich zu Görlitz.
Weite Blicke über Görlitz und die Oberlausitz



Der Blick vom Gipfel reicht über die Dächer und Kirchtürme von Görlitz. In der Ferne erstrecken sich die grünen Felder und die weite Landschaft der Oberlausitz.
Einkehr mit Aussicht – die Berggaststätte
Wer die Landeskrone erklimmt, entdeckt auf dem Gipfel nicht nur schöne Aussichtspunkte, sondern auch ein Gebäude mit langer Geschichte. Schon im 19. Jahrhundert wussten die Görlitzer den Berg als Ausflugsziel zu schätzen. Eine erste kleine Schankstätte bot ab 1844 Erfrischungen für die Besucher an. 1863 folgte eine größere Berggaststätte, die im Stil einer Burg errichtet wurde.
Nachdem das Gebäude 1946 durch einen Brand zerstört worden war, entstand 1951 ein Neubau. Später beherbergte das Gipfelgebäude neben der Gaststätte auch das Burghotel. So konnten Besucher ihren Ausflug mit einer Einkehr verbinden und die besondere Lage hoch über der Stadt genießen.
Unsere Fotos aus dem Jahr 2009 zeigen das gelbe Gebäude mit seinem roten Ziegeldach und die Terrasse, auf der Gäste Platz nehmen konnten. Sie erinnern an die Zeit, in der die Gastronomie zum gewohnten Bild der Landeskrone gehörte.
Ein Hinweis für heutige Besucher: Die Gastronomie auf der Landeskrone ist nicht dauerhaft geöffnet. Nach einer erneuten Schließung im August 2026 ist die Zukunft des Betriebs derzeit offen. Wer einen Besuch plant, sollte sich deshalb vorher über den aktuellen Stand informieren.



Ein Stück Görlitzer Erinnerung
Wenn wir heute an die Landeskrone denken, verbinden wir mit ihr nicht nur die schöne Aussicht, sondern auch Erinnerungen an unsere Zeit in Görlitz. Zwei Jahre lang arbeitete ich in einer Druckerei am Fuß des Berges. Die Landeskrone gehörte damit ganz selbstverständlich zu meinem Alltag.
Umso erstaunlicher ist es eigentlich, dass wir den markanten Hausberg während unserer Zeit in Görlitz nicht häufiger bestiegen haben. Zwei- oder dreimal machten wir uns zu Fuß auf den Weg hinauf. Unser Ausflug im Jahr 2009 ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Oben angekommen, konnten wir die Stadt, die wir so gut kannten, einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
Manchmal liegen die schönen Ausflugsziele direkt vor der eigenen Haustür, und trotzdem entdeckt man sie erst später richtig. Die Landeskrone ist für mich deshalb nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern auch ein kleines Stück unserer Görlitzer Lebensgeschichte.
Wer die Landeskrone selbst erkunden möchte, findet bei Sachsen Tourismus Informationen zur Wanderroute und zum Aufstieg auf den Görlitzer Hausberg.
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