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20.04.2018 – Fahrt zum Lake Mead

Der Tag beginnt heute nur mit Kaffee. Pünktlich um 8 Uhr geht es los und wir wollen zuerst Propan tanken, denn die Abgabe unseres Kleinen rückt immer näher. Wir sind aber zu früh dran, denn es gibt erst um 9 Uhr das Gas. Also fahren wir weiter und wollen erst einmal frühstücken. Mike fährt zu einem Frühstücksrestaurant in Kingman. Jeder bestellt etwas anderes. Alles ist aber sehr umfang- und kalorienreich. Es schmeckt nicht schlecht, aber mir persönlich ist das am Morgen alles zu fettig.

Nach dem Frühstück geht es über den Hwy 93 durch die Wüste in Richtung Norden. Die Berge, die zuerst nur in der Ferne zu sehen sind, rücken immer näher. An einem Aussichtspunkt haben wir einen guten Blick auf den Colorado, der in der schroffen Berglandschaft blau leuchtet.

Gegen 11 Uhr sind wir bereits am Campground. Um zu dem Platz zu kommen, müssen wir unseren Nationalparkpass zeigen. Ich gehe wieder mit Mike und Gladys zu Anmeldung und bezahle dieses Mal selbst. Mike hält wieder einen längere Small Talk mit der Frau an der Rezeption. Er entwickelt wieder seinen ganzen Charme. Schließlich bekommen wir unsere Sites zugewiesen und ein Mitarbeiter weist uns ein. Wir schließen alles an.

Kurze Zeit später steht Mike schon wieder vor der Tür und drängelt,  endlich loszufahren. Wir packen nur schnell unsere Taschen und Fotoapparate und es geht los. Wohin hat er nicht gesagt. Aber wir vermuten, dass er zum Hoover Dam will. Wir haben richtig gedacht, denn Mike hat seinem Navi befohlen, dorthin zu fahren. Über die Interstate geht es zurück bis zum Abzweig. Vor der Einfahrt zum Damm werden alle Autos noch einmal kurz gecheckt. Dann geht es durch die schroffen Berge hinab. Wir müssen über den Damm zum Parkplatz fahren, der bereits wieder in Arizona liegt.

Mike lässt mich auf dem Damm aussteigen, da ich mit meinen Knien immer mehr Probleme habe und nicht so schnell bin. Die anderen drei fahren weiter. Ich fotografiere inzwischen die grandiose Aussicht auf beiden Seiten. Ansonsten warte ich eine ganze Weile, denn der Weg vom Parkplatz ist ziemlich weit.

Dann kommt Mike angeschossen und läuft, ohne mich eines Blickes zu würdigen an mir vorbei. Ca. 20 m dahinter folgen Norbert und Gladys. Den Beiden schließe ich mich dann an. Das Ziel ist der Eingang zum Damm für eine Führung. Mike ist schon nicht mehr zu sehen. Wir müssen durch eine Sicherheitskontrolle durch und ich bleibe natürlich hängen. Ich habe mein Necessaire wie immer in der Tasche. Die Dame an der Kontrolle kennt kein Erbarmen, ich könnte ja mit der Nagelschere „die Mauer zum Einsturz bringen“.

Ich sage zu Gladys, dass sie allein weitergehen sollen und ich hier warte. Aber davon will sie nichts wissen. Sie geht Mike suchen und kommt nach einer Weile mit ihm zurück. Beide scheinen mir nicht böse zu sein, dass ich ihre Pläne durchkreuzt habe. Wir beschließen dann, gleich morgen früh noch einmal wieder zu kommen. Als Trost gehen wir in das Cafe und wir geben ein Eis aus. Wir fahren mit dem Fahrstuhl nach oben. Neben dem Parkhaus ist eine Aussichtsplattform, von wo wir einen schönen Blick auf die Sperrmauer haben.

Danach fahren wir zu dem Parkplatz, von wo man auf die Brücke der Interstate laufen kann. Hier sieht man den Stausee und die beeindruckende Mauer in ihrer ganzen Pracht im Tal liegen. Mike ist natürlich schon wieder weit vorne weg gerannt bis auf die andere Seite der Brücke. Wir laufen bis zur Mitte und bewundern in aller Ruhe die herrliche Aussicht. Dann geht es langsam zurück. Das nächste Ziel ist ein schöner Aussichtspunkt mit Blick auf den See. Das Blau des Wassers hebt sich wunderbar von den braunen bizarren Felsformationen ab. Von hier sieht man auch, wie weit entfernt unser Campground vom See ist. Auf dem Platz fällt dies gar nicht so auf.

Nun geht es zurück zum Campground. Während Norbert Siesta macht, gehe ich zur Laundry. Wir müssen unbedingt waschen. Während die Maschine ihre Arbeit tut, setze ich mich etwas auf die Bank vor dem Gebäude und schaue auf den Lake Mead. Ich genieße einfach die Ruhe und den schönen Ausblick nach dem hektischen Tag.

Gegen Abend will Mike noch einmal los und den Sonnenuntergang betrachten. Ich bleibe lieber da, damit ich sie bei ihrer Wanderung nicht behindere. Norbert erzählt dann, dass sie zu einer Marina gefahren sind und sich die Boote angesehen haben. Als sie damit fertig waren, ist die Sonne bereits verschwunden, von schönen Ausblicken war nichts zu sehen. Mike hatte früher mal ein Segelboot und so zieht es ihn immer wieder zu solchen Punkten.

Abends gehen wir dann noch zu den Beiden und spielen etwas, da muss man nicht so viel sprechen. Da wir morgen zeitig aufstehen müssen, gehen wir wieder früh schlafen.   

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