19.04.2018 – Fahrt nach Kingman

Gegen 6 Uhr ist wie immer die Nacht zu ende. Auf meinem IPad sehe ich schon wieder eine Nachricht von Mike. Er möchte nun doch zum Wildpark fahren. Aber die Zugfahrt ist für ihn immer noch nicht at acta gelegt. Ich ignoriere das jetzt aber. Abfahrt war gegen 8:15 Uhr geplant, aber unser Frühaufsteher drängelt schon wieder. Also geht es bereits um 8 Uhr los. Zuerst wird getankt, was hier besonders teuer ist. Wahrscheinlich ist das der Grand Canyon Bonus.

Dann fahren wir zum Wildpark, der nur ca. 3 Meilen entfernt ist. Dieser öffnet erst um 9 Uhr. Also heißt es warten. Wir sind die ersten Besucher und fahren zu dem Parkplatz. Da die Tour erst um 10 Uhr beginnt, schauen wir uns den Teil des Parks an, den man zu Fuß erkunden kann. Hier sind überwiegend kleine Tier zu sehen und neben dem Shop und Restaurant ist das Gehege des schwarzen Panters.

Um 10 Uhr fahren wir dann mit dem Bus zu den einzelnen Gehegen. Die Fahrerin ist sehr agil und erzählt ununterbrochen. Sie hat einiges an Futter geladen, dass sie dann den verschiedenen Tieren zukommen lässt. Der Bus ist ohne Scheiben, so dass man gut fotografieren kann. Es ist heute aber lausig kalt und wir haben uns dick angezogen.

Zuerst sehen wir die Mountain Goats, deren Winterfell teils in Fetzen am Körper hängt. Die nächsten Gehege sind die Rehe und Wapitis. Diese kommen bereits auf den Bus zu, denn sie wissen, jetzt gibt es was zu fressen. Auf der Weiterfahrt sehen wir weiße und  braune Wölfe und Büffel. Das war für mich neu, dass es weiße Rassen gibt.  

Ein Gehege beherbergt die Jungbären. Dort sehe ich das erste Mal, wie Bären auf den Baumästen liegen. Zwei kleine Bären liefern sich eine Verfolgungsjagd und klettern an einen Baum rauf und runter. Das Gehege mit den erwachsenen Bären liegt gleich nebenan. Hier geht es etwas ruhiger zu und die meisten liegen faul in der Gegend rum. Schließlich kommen wir noch zu den Bergschafen, die sich ebenfalls über ihr Futter freuen. Nach etwa einer Stunde ist diese interessante Fahrt zu ende. Es hat uns sehr gut gefallen. Nun haben wir wenigsten einmal wilde Tiere gesehen. Wer weiß, ob wir auf unserer Route noch einmal welche zu sehen bekommen. Als Nächstes schauen wir uns noch eine Vogelschau an, die ebenfalls sehr interessant ist.

Gegen 11:30 Uhr fahren wir los und dieses Mal in Richtung Seligman. Diesen Stopp haben wir ausgesucht. Es herrscht wieder sehr starker und kalter Wind. Die Wintersachen werden mal wieder aus den Tiefen des Kleiderschrankes gefischt. In Seligman wollen wir bei Lilo zu Mittag essen. Das Restaurant ist gut besucht. Wir bekommen ohne Probleme einen Platz. Norbert und ich essen Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelsalat. Gerade als wir mit dem Essen beginnen, springt Mike auf und kippt ein großes Glas Wasser mit Eiswürfeln um. Zum Glück reagiere ich schnell, so dass nur ein Teil meiner Hose etwas abbekommt. Die anderen Beiden sind nicht so betroffen. Nun heißt es alles auf den nächsten Tisch umräumen. Der Kartoffelsalat schmeckt sehr gut. Die Bratwurst ist leider noch halb roh und das Sauerkraut furchtbar sauer. Aber vielleicht bin ich als gebürtige Thüringerin etwas verwöhnt.

Nach dem Essen sehen wir uns noch den Ort an. Der schöne Etzel mit den Puppen drauf ist leider nicht mehr da. Wie wir erfahren, wurde er von einem LKW zu Schrott gefahren. Von der schönen Tankstelle sind nur noch Teile vorhanden. Hier ist jetzt ein Cafe. Der erste Eindruck von einer Sehenswürdigkeit ist eben immer der Beste. Mike scheint diesen Ort jedenfalls nicht gekannt zu haben. Also konnten wir auch mal den Einheimischen etwas zeigen.

Die Weiterfahrt nach Kingman ist wieder sehr stürmisch. Es kommen laufend starke Böen und wir können nur langsam fahren. Zwischendurch müssen wir einige Zeit an einer Baustelle auf die Weiterfahrt warten. Es geht nun etwa 1.000 m bergab und die Temperaturen werden angenehmer. Die Landschaft ist sehr interessant und die Berge werden wieder rötlicher.

Gegen 16:30 Uhr sind wir am Campground. Wir erhalten zwei Plätze am Rande. Obwohl die Interstate nicht weit entfernt ist, hört man wenig davon. Abends sitzen wir noch eine Weile zusammen. Mike hat seinen ganzen Charme ausgepackt und das leidige Thema scheint endlich abgeschlossen zu sein. Morgen wollen wir um 8 Uhr abfahren und als erstes ein amerikanisches Frühstück in einem Restaurant genießen.

Der Platz ist ganz schön voll.

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