03.05.2018 – Fahrt nach Reno

Gegen 5 Uhr werde ich das erste Mal  wach und friere, obwohl die Heizung läuft. Ich ziehe mir noch etwas über und kuschele mich nochmal ein. Gegen sieben läuft die Heizung immer noch auf Hochtouren, es kommt aber nur kalte Luft. Verdammt, jetzt macht sie auch noch Probleme. Draußen ist der Himmel blau, es ist aber minus 1°C. Da kann nur ein schöner heißer Kaffee Abhilfe schaffen.

Wir beschließen, die Hotline von Road Bear zu kontaktieren. Wir rufen die Hotline an, wo sich aber nur der Anrufbeantworter meldet. Ich schreibe dann vorsichtshalber noch eine Mail. Gegen halb neun fahren wir los. Zuerst geht es östlich am See entlang ständig bergauf, bevor der Hwy dann in östliche  Richtung nach Carson abbiegt. Die Fahrstrecke ist landschaftlich wieder sehr schön.

Eigentlich wollten wir uns den historischen Stadtteil ansehen. Aber irgendwie haben wir nicht die Ruhe und wollen lieber nach Reno, wo wir vielleicht eine Werkstatt finden. Wir fahren nur durch die Stadt hindurch und sehen hübsche Häuser mit Vorgärten, in denen die Bäume blühen.

Auf dem Highway 580 geht es in Richtung Norden. Er führt vorbei an dem recht großen Washoe Lake. In Reno fahren wir auf den Parkplatz eines großen Supermarktes. Ich checke die Mails und freue mich, das RB geantwortet hat. Wir sollen uns eine Werkstatt suchen, die sich dann mit RB in Verbindung setzt. Über die App „Allstays“ suche ich eine Werkstatt, die auch Wohnmobile repariert. Im Navi ist sie dann auch zu finden. Wir fahren hin und können neben der Einfahrt halten.

Ein älterer Herr kommt auf uns zu und wir erklären ihm unser Problem. Er schickt dann einen jungen Mann, dem wir zeigen, wo es hapert. Norbert geht dann mit ihm ins Büro und wir bekommen für morgen 12 Uhr einen Termin für einen Check.

Nun suchen wir uns als nächstes einen Campingplatz, der möglichst gutes WLAN hat. Dazu frage ich Susi und wir fahren los. Auf dem ersten Platz ist alles voll, fast nur Dauercamper, die neben der Rezeption schon ihre eigenen Briefkästen haben. Also wird der Nächste angefahren. Hier geht es uns genauso, aber die Dame an der Rezeption gibt uns einen Tipp, wo wir hinfahren können. Hier haben wir Glück, denn dieser Platz ist recht groß. Er ist nicht gerade preisgünstig, sieht aber sehr sauber und gepflegt aus und scheint gutes Internet zu haben.

Wir werden zu dem Platz geleitet und man bietet Hilfe bei dem Anschließen an. Das machen wir aber selbst. Inzwischen ist es richtig schön warm geworden und die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Eigentlich könnte ich es mir jetzt gut gehen lassen. Aber leider habe ich keine Zeit, denn unser weiterer Weg muss geplant werden. Als erstes schreibe ich Road Bear, für welche Werkstatt wir uns entschieden haben. Es dauert nicht lange bis das ok kommt.

Für die Tage, die wir eigentlich bei Gladys und Mike verbringen wollten, suche ich nun Alternativen. Zuerst schaue ich nach einem Mietauto für die restlichen zehn Tage. Dieses buche ich über ein deutsches Portal. Als nächstes möchte ich eine Ferienwohnung buchen in der Nähe des Olympic NP. Ich falle fast vom Hocker, als ich die Preise der wenigen Wohnungen sehe. Das geht ab 200 $ pro Nacht aufwärts. Ferienwohnungen und –häuser sind in den USA wahrscheinlich nicht so üblich. Also bleibt uns nur, Motels zu buchen. Hier ist es ebenfalls nicht leicht, etwas Preiswertes zu finden. Schließlich entscheiden wir uns für ein Motel in Port Angeles, wo die Nacht „nur“ 95$ kostet. Hier bleiben wir sieben Tage. Ein anderes Motel wird in der Nähe von Seattle (3 Nächte) für einen ähnlichen Preis, allerdings mit Frühstück, gebucht.

So nun habe ich erst einmal alles für die letzten zehn Tage unserer Reise gebucht. Jetzt muss noch eine Route bis Seattle erarbeitet werden. Mit Hilfe unsere Womo-Abenteuer-Karte suche ich nun Highlights und Campingplätze raus. Ich entwerfe eine Route, so dass wir pünktlich in Seattle ankommen. Unterwegs können wir dann immer noch bei Bedarf anders entscheiden. So vergeht der Nachmittag wie im Fluge. Den Abend verbringen wir dann entspannt. Nur der morgige Tag ist noch ungewiss, wie lange eine eventuelle Reparatur dauern wird.

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