19.05.2018 – Cap Flattery

Unser heutiges Ziel ist Cape Flattery. Das Frühstück ist wie immer etwas provisorisch. Zum Glück haben wir uns gestern löslichen Kaffee gekauft, denn wir haben keinen aufs Zimmer bekommen. Es gibt Müsli, weichen Toast mit Quark und Mandarine. Auf irgendein amerikanisches Frühstück haben wir keinen Appetit. 

Eigentlich ist für heute Regen vorausgesagt, im Moment ist aber der übliche Hochnebel. Gegen 10 Uhr fahren wir los. Zuerst geht es wieder auf den Hwy 101 in Richtung Westen, danach biegen wir ab auf den Küstenhighway 112. Es geht immer an der Küste entlang, von der wir aber nur ab und zu etwas sehen. Meistens fahren wir durch Wald und Wiesen.

Zuerst geht es immer geradeaus, dann kommen viele Kurven und jede Menge „Bump“. Wir halten an einigen Stellen mit einer schönen Aussicht. Die Küste von Vancouver Island ist nur schwach im Nebel zu sehen. Ein Kreuzfahrtschiff kommt aus dem Dunst und nimmt wahrscheinlich Kurs auf Victoria.

Ein Campingplatz mit toller Aussicht

Je weiter wir nach Westen kommen, umso besser wird das Wetter. Inzwischen ist die Sonne herausgekommen und von Regen keine Spur. Man sollte sich eben nicht auf den Wetterbericht verlassen.  Dann erreichen wir den Ort Neah Bay, der zu dem Land der Makah gehört. Im Jahre 1934 wurden den Indianern weitgehende Selbstbestimmungsrechte gewährt. Sie leben überwiegend vom Fischfang.

Wir wollen in der Nähe des Hafens in einem Restaurant zu Mittag essen. Ich sehe wieder einen Weißkopfseeadler in der Luft seine Kreise ziehen. Das Restaurant ist sehr einfach gehalten, die Bedienung ist sehr freundlich. Ich esse ein Sandwich mit den üblichen Chips und Norbert wieder Fish and Chips. Die Chips und auch mein Sandwich sind ziemlich weich, es wird immer mehr im Mund, aber der Hunger treibt es  rein.  

Stöcke kann man sich hier leihen

Anschließend fahren wir zum Cape Flattery, wo wir nur mit Mühe einen Parkplatz bekommen. Dann laufen wir den Trail zum Cape. Zuerst ist der Weg schön breit und bequem zu laufen. Dann geht es über einen Bretterweg bzw. über in die Erde eingelassene Baumscheiben. Später geht es über Steine und ich bin froh, dass ich meine Stöcke dabei habe.

Schließlich erreichen wir das Cape und die Aussicht hat den Weg auf jeden Fall gelohnt. Große und kleine Felsen, teilweise mit Bäumen bewachsen, prägen die Bucht. Wir laufen noch bis zur Spitze und sehen eine Insel mit einem Leuchtturm gegenüber liegen. Es ist eine tolle Landschaft und wir genießen die schönen Ausblicke.

Langsam laufen wir zum Auto zurück. Auf der Rückfahrt halten wir noch kurz in Neah Bay und kaufen etwas Wasser. Am Ende des Ortes liegt ein indianischer Friedhof, den wir uns noch ansehen. Nun geht es den langen Weg wieder zurück. Es ist fast 19 Uhr als wir wieder im Hotel ankommen. Den Abend lassen wir ruhig ausklingen und gehen zeitig schlafen.

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