20.05.2018 – Hoh Rain Forrest – La Push

Wir haben uns hier einen täglichen Rhythmus angeeignet. Aufstehen gegen 8 Uhr und losfahren gegen 10 Uhr. Da heute Morgen wieder Hochnebel ist, beschließen wir in den Hoh Rain Forest zu fahren, das passt auf jeden Fall dazu. Wir fahren wieder auf die 101 und dann in Richtung Westen. Vorbei geht es an dem Crescent Lake, wo zurzeit eine große Baustelle ist, die sich an dem ganzen See etwa 16 km langzieht. Da heute Sonntag ist, passieren wir sie recht schnell.

Unser Ziel ist nicht im Navi zu finden, deshalb gebe ich zuerst Forks ein, um in die richtige Richtung zu kommen. Die Fahrt am See entlang ist sehr schön, nur leider scheint die Sonne nicht. In Forks suchen wir erst mal ein Restaurant auf, da unser Frühstück immer recht schmal ausfällt. Heute ist natürlich allerhand los und wir müssen recht lange auf unser Essen warten. Da ich keinen Appetit auf diese Art Fastfood habe, esse ich einen Salat, der sehr lecker schmeckt.

Nachdem wir noch getankt haben, geht es weiter auf der 101  in Richtung Süden bis zur Abzweigung zu unserem heutigen Tagesziel. Alles ist sehr gut ausgeschildert. Nun geht es immer am Hoh River entlang, der ein sehr breites Flussbett hat. Er schlängelt sich zwischen Steinen und abgestorbenen Baumstämmen hindurch. Meist geht es durch Wald, der richtig verwunschen aussieht. Am Eingang zum Nationalpark verlangt man dieses Mal nicht nur den NP-Pass, sondern auch den Reisepass.  Zwischendurch halten wir mal an, um Fotos zu schießen. Nach ca. 18 Meilen erreichen wir den Parkplatz am Visistor Center und das Ende der Straße.

Heute am Sonntag sind sehr viele Menschen unterwegs. Vor dem VC steht eine chinesische Großfamilie, die so laut redet und diskutiert, dass man den Lärm schon von weitem hört. Wir schieben uns an ihnen vorbei, denn sie blockieren den ganzen Eingang. Im Center selbst gibt es viele interessante Dokumentationen über die Pflanzen und Tierwelt.

Nun wollen wir ein Stück laufen und die Natur genauer ansehen, deshalb nehmen wir den Hall of Mosses Trail. Es geht über eine Brücke und alles sieht richtig verwunschen aus.

Wir lassen eine Familie mit Kindern passieren, deren Kleinstes den halben Wald zusammenschreit. Nachdem sie um die nächste Ecke verschwunden sind, genießen wir die herrliche Natur. Es gibt wieder jede Menge Laub- und Nadelbäume, an deren Ästen lange Pflanzen hängen. Dies gibt der ganzen Natur ein gespenstisches Aussehen. All das wird durch milde Winter, kühle Sommer und viel Regen ermöglicht. Es ist ein wirklich schöner und interessanter Rundgang. Leider ist heute viel los und so fällt das einfache Genießen der Natur nicht leicht. Schließlich gehen wir zurück zum Auto und beschließen, noch an die Küste zu fahren.

Das Ziel ist La Push. Es geht den Weg zurück zur 101 und wieder nach Forks. Hier biegen wir dann ab und es geht durch eine Landschaft, die durch Farmen geprägt ist.

In La Push sehen wir einen schönen Campingplatz direkt am Wasser. Etwas weiter können wir dann parken. Die Küste ist wieder geprägt durch eine tolle Felslandschaft und viele angeschwemmte Baumstämme. Inzwischen ist das Wetter sehr schön geworden. Die Sonne strahlt von einem blauen Himmel. Ein Weißkopfseeadler zieht über uns seine Kreise. Wir setzen uns auf einen Baumstamm und lassen die tolle Aussicht auf uns wirken. Jetzt haben wir richtig Appetit auf einen schönen Kaffee und ein Eis.

Wir gehen zum Auto zurück und schauen, ob wir so etwas wie ein Cafe finden. Es gibt aber nur ein Fastfood Restaurant. Wir fahren etwas weiter auf der Straße und somit durch den Ort, der überwiegend von Indianer bewohnt wird. An einem Haus wird frischer, geräucherter Lachs angeboten.

Wenn ich aber das Umfeld ansehe, vergeht mir der Appetit. Die ganzen Anwesen in dem Dorf sind derart vermüllt, dass es mich überall juckt. Jedes Tier hält seine Behausung sauber, warum können das nicht auch die Menschen machen? Dieser Ort hat so eine grandiose Landschaft zu bieten, warum wird das nicht ausgenutzt? Da die Straße nicht weiter führt, machen wir schleunigst kehrt und fahren den gleichen Weg zurück.

Die Rückfahrt ist wieder recht lang, aber inzwischen ist auch hier die Sonne herausgekommen. In Port Angeles sehen wir das erste Mal die schneebedeckten Berge der Olympic Mountains. Was für ein toller Anblick. Es ist bereits 19:30 Uhr als wir im Hotel ankommen. Was für ein langer und schöner Tag.  

  

Port Angeles das erste Mal bei Sonne

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