12. Juni – Yellowstone NP – Tag 2

Als wir halb sieben aufstehen, wird erst einmal die Heizung angemacht. Es war wieder lausig kalt diese Nacht. Wir hatten uns aber vorsorglich warm angezogen und so ging es einigermaßen. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir gegen halb neun los. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel und es wird langsam wärmer. Wir wollen heute die südliche Runde der Acht im Uhrzeigersinn fahren.

Unser erster Halt ist an den Gibbon Falls. Parkplätze sind zu dieser Zeit noch genügend vorhanden. Wir gehen den gut ausgebauten Trail entlang der Straße. Bald haben wir einen sehr schönen Blick in die Schlucht und auf den Wasserfall.

Der nächste Höhepunkt sind die Artist Paint Pots. Ein schöner Wanderweg führt zu den “Farbtöpfen” und drum herum. Wir sehen verschieden farbige Wasserlöcher, die kochen und Schlammlöcher die blubbern. Es ist immer wieder interessant, was für eine Gewalt unter der Erde ist.

Die Fahrt geht weiter und wir biegen nach Osten ab. Es geht vorbei an Wiesen und Wäldern. Ab und zu lässt sich mal ein Reh blicken. In Canyon Village biegen wir zum Nord Rim des Grand Canyons of the Yellowstone ab. Auf dem ersten Parkplatz halten wir und laufen etwas den Trail am Rim entlang. Von Weiten sehen wir die Wasser des Upper Falls die Felsen hinab stürzen. Der Lover Fall ist auch nicht zu überhören. Nach einer kurzen Wanderung können wir ihn auch sehen. Es ist schon beeindruckend.

Nun geht die Fahrt weiter zum Grand Canyon Overlook. Mit Mühe finden wir ein Plätzchen für Monti. Der Blick in den Canyon ist gigantisch, vor allem auch die Vielfarbigkeit. Nun fahren wir den Loop zu Ende und biegen dann in Richtung Süden ab. Wir fahren entlang des Yellowstone Rivers, der in einem breiten Band durch Wiesen fließt.

Bald kommen die ersten Büffel in Sicht, einer steht genau neben der Straße. Wow, was das für Kolosse sind. Auf den Wiesen sieht man auch viele kanadische Wildgänse. Wir schauen uns noch kurz in Fishing Bridge um. Viel gibt es hier nicht zu sehen und wir fahren weiter. Interessant ist die schmale Holzbrücke, über die die Straße führt. Wir fahren nun entlang des Sees und finden einen schönen Parkplatz mit Blick über das Wasser zu den schneebedeckten Bergen.

Hier machen wir eine ausgedehnte Pause und lassen es uns in der Sonne gut gehen. Nach und nach kommen jetzt aber Wolken und wir fahren weiter. Es geht nun wieder nach Norden. In der Nähe zur Abfahrt zum Old Faithful stehen jede Menge Autos. Wir halten ebenfalls an und sehen nur ca. drei Meter entfernt am Straßenrand einen richtig großen Büffel stehen. Seinen Kopf versteckt er im Gebüsch, vielleicht denkt er, dass man ihn dann nicht sieht. Oder er hat die Nase voll von diesen “blöden” Touristen? Wir wollen ihn nicht weiter stören und fahren zum Excelsior Geyser.

Am Parkplatz angekommen, müssen wir kreiseln, finden aber leider keinen Platz, denn die RV-Plätze sind wieder von PKW belegt. Auch ein Motorrad fühlt sich als Motohome und steht mitten auf einem Platz. Mühsam kämpfen wir uns durch das Gewühle wieder auf die Straße.

Nun geht es zur nächsten Station, dem Fountain Paint Pot Trail. Hier klappt es mit einem Plätzchen für Monti und wir laufen die Runde. Hier sieht man viele Löcher, aus denen verschiedenfarbiger Schlamm nach oben geschleudert wird. Überall dampft und faucht es.

Nun haben wir aber für heute genug gesehen und fahren zurück zum Campingplatz. Hier dumpen wir erst einmal und füllen Wasser auf. Wir fahren dann zu unserem Stellplatz und gehen noch einmal hinunter zum Fluss. Der Weg führt zuerst zum Amphitheater. Inzwischen ist die Sonne wieder hervorgekommen und es ist angenehm warm, obwohl es schon 19 Uhr ist.

Wir laufen den Weg am Fluss entlang in Richtung der untergehenden Sonne. Einige Angler versuchen ihr Abendbrot zu fangen. Dann geht es hinauf auf einen Hügel und wir haben eine schöne Sicht über die Wiesen mit dem Fluss auf die Berge. Dann sehen wir im Tal eine große Büffelherde weiden. Was für ein schöner Anblick. Wir nähern uns etwas im Schutze des Waldes und beobachten sie fasziniert. Wir sind nicht die einzigen “Zaungäste”. Alle stehen oder sitzen andächtig und beobachten und fotografieren. Norbert zählt 43 Büffel. Es sind auch viele Jungtiere dabei.

Nach einer ganzen Weile laufen wir langsam zurück und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Es war wieder ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag. Als wir ins Bett gehen, regnet es kurz. Da es bewölkt ist, wird diese Nacht nicht so kalt. 

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