Schloss Wiesenburg

Das Schloss Wiesenburg befindet sich in der Nähe des Ortskerns von Wiesenburg, im Naturpark Hoher Fläming. Der Schlosspark, der sich zwischen dem Schloss und dem Bahnhof Wiesenburg erstreckt, ist seit 1982 unter Denkmalschutz gestellt. Die Ursprünge der Anlage liegen in einer mittelalterlichen Burg des 12. Jahrhunderts, die nach einem Brand im 16. Jahrhundert durch einen Schlossneubau ersetzt wurde. Dieser wurde im Laufe der Jahrhunderte zu seiner heutigen Größe ausgebaut. Das Schloss im Stil der Neorenaissance erhielt sein Aussehen im 19. Jahrhundert, als es im Besitz der Familie von Watzdorf war. Die Anlage wurde 1946 als Schule und später als Internat genutzt und 1998 an private Investoren verkauft. Die Schlossgebäude wurden bis 2003 umfassend saniert und zu einer exklusiven Wohn- und Büroanlage umgebaut.

Der Schlosspark ist ein Landschaftsschutzgebiet, das sich durch seinen reichen Bestand an ausländischen Gehölzen auszeichnet. Der Kernbereich des Parks hat eine Größe von 13 Hektar. Daran schließt sich ein 113 Hektar großer Waldpark an.  Der Park wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts von dem damaligen Schlossherrn Curt Friedrich Ernst von Watzdorf angelegt. Bis dahin diente das Gebiet hauptsächlich als Wildgehege (Fasanerie) für die gräflichen Besitzer. Der Förster Gebbers war der eigentliche Schöpfer des Parks. Durch umfangreiche Anpflanzungen, insbesondere von Nadelhölzern aus Westeuropa, Amerika, Japan und China, erhielt er sein heutiges Aussehen. Besonders der Anbau von schnellwüchsigen Douglasien in geschlossenen Beständen ist erwähnenswert. 

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