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3. April – vom Grand Canyon nach Page

Wir stehen heute zeitig auf und beeilen uns mit dem Frühstück, denn wir wollen mit dem Shuttle zum Canyon fahren. Zuerst treffen wir noch Mike und Gladys. Norbert hat noch einige Fragen an Mike und Gladys zeigt mir inzwischen ihr Heim. Es ist interessant mal einen so großen Anhänger von innen zu sehen. Sie haben es sehr gemütlich. Dann verabschieden wir uns, nachdem wir noch Adressen ausgetauscht haben. Mike nimmt uns das Versprechen ab, bei unserem nächsten Besuch bei ihnen in Spokane vorbei zu kommen.

Nun gehen wir zur Rezeption, wo die Busse halten. Wir sehen, dass gerade ein Bus kommt und legen einen kleinen Sprint ein. Die freundliche Busfahrerin wartet und macht eine lustige Bemerkung zu unserer sportlichen Einlage. Die Fahrt geht zuerst zum Visitor Center und dann nehmen wir die gelbe Schleife. Zuerst geht es zum Mather Point.

Wir genießen wieder die herrliche Aussicht. Mit dem nächsten Bus fahren wir dann zum Vavapai Point. Wir schauen uns das sehr interessante,  geologische Museum an. Nun fahren wir noch verschiedene Aussichtspunkte an, bevor es zurück zum Visitor Center geht. Mit der blauen Linie fahren wir zurück zum Campingplatz, dabei werden ca. 8 Haltestellen ansteuert. So sehen wir, wo noch überall Lodges und Hotels im Wald versteckt sind.

Als wir auf den Campingplatz ankommen, sehen wir, dass unsere Nachbarn bereits abgefahren sind. Wir machen unser Womo startklar und los geht die Fahrt in Richtung Page. Mit Hilfe von Susi finden wir durch das Straßengewirr zum Hwy 64 zurück. Da es immer durch Wald geht, gibt es wenige Orientierungsmöglichkeiten. Nun fahren wir den Hwy in Richtung Osten immer entlang des Canyons. Verschiedene Aussichtspunkte fahren wir noch an und uns eröffnet sich immer wieder ein anderer Blick auf den beeindruckenden Grand Canyon.

Dann verlassen wir den Nationalpark und es geht bergab. Der Wald weicht langsam zurück und wir sehen wieder wüstenartige Vegetation. An der Straße sind verschiedene Stände der Navajo aufgebaut, die ihre Erzeugnisse verkaufen. Die Landschaft wird immer flacher und karger. Man sieht aber in der weiten flachen Landschaft die Einbrüche des Canyons vom Colorado. Nun biegen wir auf den Hwy 89 in Richtung Norden ab.

Hier gibt es verschiedenen Siedlungen der Indianer. Die Landschaft wird immer bizarrer. Sie wird geprägt von vielen kleinen Hügeln, die von weis bis rot gefärbt sind. So stelle ich mir die Mondlandschaft vor. Immer wieder tauchen vereinzelte Häuser und Baracken auf. Über weite Gebiete verläuft neben der Straße ein Stacheldrahtzaun. Kühe sind nur sehr vereinzelt zu sehen.

Dann kommen wieder bizarre Felsformationen in Sicht. Wie eine rote Wand zieht sich eine Felsgruppe auf der rechten Seite entlang. Auf einem freien Platz machen wir eine kurze Rast und essen etwas. Später trennt sich der Highway 89 und wir fahren auf der Hauptstrecke in Richtung Page weiter. Es geht nun direkt auf eine rote Felswand zu. Zwischen roten Felsen geht es nun recht steil bergauf. Es ist eine faszinierende Landschaft.

Wir halten an einem Aussichtspunkt und haben einen weiten Blick über diese einzigartige Landschaft. Es geht dann weiter bergauf und mit einem Mal sind wir auf einer weiten Ebene. Dann können wir in der Ferne den wunderbar blauen Lake Powell erkennen. Nun müssen wir aufpassen, dass wir nicht den Parkplatz für den Trail zum Horseshoe Bend verpassen. Das können wir eigentlich gar nicht, denn wir sehen schon die vielen Autos stehen. Wir haben Glück und finden noch einen Parkplatz.

Wir machen uns auf den Trail, der sich aufgrund des Sandes nicht so leicht laufen lässt. Es ist heute auch recht warm und wir kommen das erste Mal etwas ins Schwitzen. Aber die “Beschwerlichkeiten” werden mit einem grandiosen Blick belohnt. Man hat Mühe die Schleife richtig aufs Foto zu bekommen. Diese schwindelerregende Tiefe ist überwältigend. Nur schweren Herzens trennen wir uns von diesem Highlight. Nach mehreren Fotos machen wir uns auf den Rückweg.

Die Fahrt nach Page ist nicht mehr weit. Hier tanken wir erst einmal richtig voll und fahren dann weiter zum Staudamm. Wir machen einen kurzen Stopp auf dem Parkplatz und sehen uns den gewaltigen Staudamm an.  Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf dieses große Bauwerk und den dahinterliegenden tiefen Canyon. Dann geht es weiter zum Campingplatz. Dazu müssen wir in den Nationalpark fahren. Die Straße führt direkt am See entlang und es kommen immer wieder schöne Ausblicke.

Wir erreichen den Campingplatz und ich melde uns an der Rezeption an. Der Platz ist bereits bestellt und bezahlt. Es ist das erste Mal, dass die Mitarbeiterinnen an der Rezeption sehr reserviert sind. Bis jetzt hatten wir immer sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen getroffen. Wir bekommen den Platz D25 zugewiesen, der am oberen Ende des Platzes liegt. Wir schließen alles an und genießen noch etwas die Sonne. Der Platz ist relativ leer.

Zuerst sind wir ganz allein auf diesem Platzteil. Dann kommt ein Motorhome von Road Bear und belegt den Platz neben uns. Da sehe ich das Schild von Womo-Abenteuer und werde neugierig. Ich gehe gleich mal zu unseren Nachbarn und es stellt sich heraus, dass es Gerlinde und Hans sind. Wir verabreden uns für den Abend und nach dem Abendbrot setzen wir uns zu einem gemütlichen Plausch zusammen. Da es abends recht kalt wird, müssen wir uns dick anziehen. Es gibt sehr viel zu erzählen und als es dann immer kälter wird, gehen wir gegen 23:00 Uhr schlafen. Ein sehr schöner und interessanter Tag geht zu ende.

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