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2. April – auf der Route 66 zum Grand Canyon

Wie immer stehen wir um 6:00 Uhr auf und sehen uns den Sonnenaufgang an. Nach dem Frühstück machen wir uns reisefertig und gegen 8:30 Uhr geht es los. Zuerst fahren wir in den Ort zum Tanken. Nach dem dies erledigt ist, stellen wir fest, dass der Tank wieder nicht richtig voll ist.

Heute geht die Fahrt über die Route 66 zum Grand Canyon. Bald erreichen wir die Route 66, die zuerst vierspurig ist und bald auf zwei Spuren wechselt. Die Strecke führt durch eine raue Wildnis mit wüstenartigem Charakter. Später wechselt die Landschaft und es sind größere Büsche zu sehen.

Es geht wieder bergauf und bergab an vielen Ranches vorbei. Der Boden ist zum Teil mit kleinen lila Blumen bedeckt. Neben der Straße ist eine Bahnstrecke, auf der wir des Öfteren Züge sehen, die aber nicht so lang sind wie in Kanada. In Beach Springs machen wir einen kurzen Halt, denn wir haben eine Post gesehen. Gleich daneben ist ein Briefkasten, den wir vom Aussehen her, fast nicht als diesen erkannt hätten. In diesem kleinen Ort erinnert noch einiges an die Vergangenheit und hier blühen das erste Mal auf unserer Fahrt japanische Kirschbäume.

Die Fahrt geht weiter durch einen kleinen Gebirgszug mit roten Steinen. Später wird es wieder flacher. In Seligman machen wir einen längeren Halt, da wir viele “interessante” Dinge an der Straße sehen. Hier wird der Kult der Route 66 richtig gepflegt. Alte Läden, Autos, Motels usw. erinnern an die Legende. Wir gehen in den Souvenirshop (Barber), wo wir von dem Inhaber freundlich begrüßt werden und einen kostenlosen Kaffee angeboten bekommen. Es gibt hier so viel zu sehen und wir stöbern in den vielen Kleinigkeiten. Natürlich müssen wir für unseren Enkel einiges mitnehmen. Der heiße Kaffee tut richtig gut, denn es geht ein sehr kalter Wind. Aber die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Dann sehen wir uns noch die alten Autos und weitere Geschäfte an.

Dann geht die Fahrt weiter über den Highway I-40. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, es geht wieder bergauf und bergab. Die Bäume an der Seite nehmen immer mehr zu und schließlich fahren wir durch Nadelwald. In der Ferne sind schneebedeckte Berge zu sehen.  Norbert muss beim Fahren wieder mit starkem Seitenwind kämpfen. Dann erreichen wir die Abfahrt zum Grand Canyon und es geht in Richtung Norden.

An einem kleinen Parkplatz machen wir einen kurzen Halt, um eine Kleinigkeit zu essen. Dann kommen wir zu dem Flughafen mit mehreren Hotels. Hier finden wir eine Tankstelle, die wir sofort nutzen, um unseren Tank dieses Mal richtig voll zu machen. Aber wir können wieder nur für 100 Dollar tanken. Nun kommen wir zur Einfahrt in den NP und stehen erst einmal Schlange. Nach einer ganzen Weile sind wir dran. Der Ranger überprüft unseren Nationalparkpass und vergleicht ihn mit dem Reisepass. Zusätzlich bekommen wir noch gutes Informationsmaterial über den Park, auch in deutscher Sprache.

Auf dem Weg zum Campground erwischen wir leider die falsche Straße und fahren auf dem Highway 64 weiter. Es dauert eine Weile, bis wir eine Möglichkeit zum Wenden finden. Auf der Rückfahrt sehen wir aber einen schönen Parkplatz, von wo wir schon einmal einen herrlichen Blick in den Canyon haben. Wir stehen nun stauend vor der tollen Aussicht und sind vollkommen überwältigt. Man hat zwar schon oft Bilder gesehen, aber wenn man direkt an der Kante steht, ist man einfach sprachlos. Diese Weite und Tiefe sind einfach atemberaubend. Wir laufen eine Weile an dem Abgrund entlang und genießen diese tolle Aussicht.

Schweren Herzens trennen wir uns und fahren nun erst einmal zum Campground. Wir erreichen den Trailer Village (auf dem Mather hatte ich keinen Platz mehr bekommen) und bekommen den Platz C15. Es ist alles schon recht voll und die noch freien Plätze werden später auch noch besetzt. Norbert will heute mal wieder unseren Wassertank auffüllen und hat  Probleme den Schlauch vom Zulauf ab zu bekommen. Seine Zange liegt ja noch in Malibu.

Unser freundlicher Nachbar hilft ihm mit einer Zange aus und wir können unseren Tank auffüllen. Ich räume inzwischen wieder unser Geschirr in die Schränke. Unser Nachbar, der sich als Mike vorstellt holt zwei Bier und die beiden Männer lassen sich auf der Bank häuslich nieder und erzählen. Seine Frau Gladys kommt ebenfalls noch hinzu. Ich lasse mich nicht lange bitten und so sind wir zu einer fröhlichen Runde vereint. Eigentlich wollten wir ja noch mal mit dem Shuttle zum Canyon fahren, aber das müssen wir nun ausfallen lassen.

Als es dann langsam dunkel und kalt wird, heben wir die Runde auf und verabreden uns nach dem Abendessen zu einem Glas Wein. Gegen 20:00 Uhr kommen sie dann zu uns und wir haben einen sehr netten Abend. Daraus ist eine Freundschaft für einige Jahre entstanden, die aber dann auf unserer Tour 2018 leider kein gutes Ende nahm. Hier ist der Reisebericht 2018.

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