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15. April – Fahrt durch das Death Valley

Heute kommen wir erst gegen 7:00 Uhr aus den Federn. Der Trip von gestern hat ganz schön geschlaucht. Wir frühstücken und fahren gegen halb zehn los. Zuerst müssen wir noch unsere Vorräte auffüllen und tanken, denn wir haben heute eine lange Strecke durchs Death Valley vor uns. Eine freundliche Mitarbeiterin an der Rezeption hatte uns eine Karte gegeben, wie wir schnell zu dem Einkaufscenter kommen. Dies klappt alles gut und wir können dieses Mal volltanken. Der Supermarkt ist heute ebenfalls recht leer. Nach dem dies alles erledigt ist, fahren wir auf den Interstate 15 und können noch mal den Strip von einer anderen Seite sehen.

Nun biegen wir  in Richtung Blue Diamont ab und sind froh, aus dieser Hektik heraus zu kommen. Der Hwy 160 ist zum Teil vierspurig ausgebaut und führt uns über die Spring Mountains. Nachdem wir diese Höhe überwunden haben, kommen wir in eine flache Ebene mit wüstenartiger Vegetation. Wir erreichen Pahrump und sind erstaunt über die Größe des Ortes. Es gibt hier viele Gewerbegebiete, Motels, Tankstellen und so weiter. Durch Bewässerung ist die Natur hier relativ grün.

Nun biegen wir auf den Hwy 210 ab und fahren weiterhin durch die Wüste. Hinter uns fährt ständig ein PKW, den wir vorbei lassen wollen. Daran hat er aber kein Interesse und fährt weiter hinter uns her. Wir vermuten, dass er uns als Windschatten benutzt, denn es geht wieder recht starker Wind. Als wir dann auf den Hwy 190 abbiegen, hat er wahrscheinlich sein Ziel erreicht. 

Bald kommt die Einfahrt zum Death Valley. Die Landschaft wird immer karger, aber auch interessanter. Am Zabriskie Point halten wir an und laufen zu dem Aussichtspunkt. Heute ist nun endlich wieder schönes und auch warmes Wetter. Vor uns breitet sich ein beeindruckende Hügellandschaft in den Farben von gelb bis grau aus. Im Tal sieht man weiße Salzflächen und dahinter einen hohen Gebirgszug.

Nun geht die Fahrt steil bergab ins Tal. Wir biegen dann zuerst in Richtung Badwater ab, denn wir wollen uns den tiefsten Punkt ansehen. Sicher hat es in den letzten Tagen auch hier geregnet, denn viele Büsche sind grün. Die Felsformationen auf der linken Seite zeigen die unterschiedlichsten Farben. Rechts sehen wir die weiße Ebene mit dem Salz und am Horizont die schneebedeckten Berge. Es ist eine faszinierende Landschaft. Wir erreichen Badwater und finden auch gleich einen Parkplatz. Nun sind wir 85 m unter dem Meeresspiegel. Wir genießen die herrlichen Ausblicke. Leider fehlt uns heute die Zeit, die Wanderung bis zu dem Salzsee zu machen.

Dann geht es die 26 km zurück zum Hwy 190 und wir fahren weiter Richtung Westen Wir kommen an Furnace Creek vorbei und sehen, das der CG geschlossen ist. Alles sieht sehr nach Tourismus aus. Es geht weiter durch die Einsamkeit über eine riesige Tiefebene. Die Wüstenlandschaft besteht wieder aus Sand und kleinen Sträuchern, die zum Teil noch recht grün sind.

Von Weiten schon sehen wir die gelben Sanddünen leuchten. Ein Fotostopp und eine kurze Pause müssen heute reichen, denn der Weg nach Olancha ist noch weit. Die Straße geht jetzt steil bergauf und wir erreichen eine Höhe von 1.500 m. Eine beeindruckende Landschaft liegt unter uns. Die Kurven sind hier alle schräg ausgebaut. Für Motorradfahrer sicher ideal, aber im Wohnmobil nicht immer einfach zu fahren. Beim schrägen Blick in die Tiefe krabbelt es mir richtig im Bauch.

Nach Erreichen des Bergkamms geht es nun wieder bei einem Gefälle von 9% teils auf gerader Strecke, teils in Kurven bergab. Von oben können wir sehen, wie die Straße schnurgerade das Tal durchschneidet. Man kann diese Ansichten einfach nicht beschreiben. Auf der Talsohle (ca. 470 m Höhe)  fahren wir über einen Salzsee, der im Norden von Bergen begrenzt wird. Eine einzigartige Landschaft. Auf der anderen Seite des Tales geht es wieder in engen Kurven bis auf 1.300 m in die Höhe. Hier gibt es noch einmal einen Aussichtspunkt, auf dem wir einen kurzen Fotostopp machen.

Nun verlassen wir den Nationalpark und es geht wieder leicht bergab hinunter zu dem Owens Lake. Dieser hat recht wenig Wasser und auch hier sieht es nach Salzgewinnung aus. Wir nehmen die Abfahrt nach Olancha und fahren südlich am See entlang. Der Campingplatz, den ich ausgesucht habe, liegt nach Google direkt an der Mündung zum Hwy 395. Als wir den Highway erreichen ist aber weit und breit kein Campingplatz zu sehen. Unsere Susi hatte die angegebene Adresse ebenfalls nicht gefunden.

Wir biegen nun erst einmal auf den Highway und fahren Richtung Süden. Da wir keinen CG finden, halten wir an einer verlassenen Tankstelle und wollen wenden. Während wir noch darauf warten, auf die Straße zu fahren, steht plötzlich ein alter Mann mit langem weißem Haar neben unserem Wohnmobil und fragt uns, ob wir Hilfe brauchen. Nach dem wir seine Neugier nach dem Woher und Wohin befriedigt haben, sagt er uns, dass wir nur noch eine Meile bis zum Campingplatz fahren müssen. Es ist immer wieder schön, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Amerikaner zu erleben.  Wir bedanken uns und fahren weiter.

Dann sehen wir das Schild und biegen ab. In einem kleinen Verkaufsladen erfolgt die Anmeldung. Der Inhaber kassiert die Gebühr und sagt, dass wir uns einen Platz aussuchen können. Wir fahren um die Ecke und sehen einen fast leeren Platz. Nur drei Camper stehen hier und wir haben die freie Auswahl. Alle Plätze haben Full-Hook-up. Wir schließen alles an und sehen bereits die Sonne untergehen. Dies war heute eine unserer längsten Etappen. Da die beiden letzten Tage mit den vielen neuen Eindrücken doch recht anstrengend waren, fallen wir bald todmüde ins Bett. Obwohl der Highway fast am Campingplatz vorbei führt, ist es nachts recht ruhig und wir werden nicht gestört. 

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