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19. April – Abgabe Wohnmobil und Fahrt nach San Francisco

Heute stehen wir wieder um 6:00 Uhr auf. Nach dem Frühstück packen wir noch den Rest zusammen. Das restliche Essen und die Wasserflaschen nehmen wir noch mit, da wir ja noch zwei Nächte im Hotel verbringen. Wir kehren nochmal alles durch und entleeren die Tanks. Gegen 9:00 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren zuerst auf die 101. Gleich nach der Auffahrt stehen wir erst einmal im Stau. Es geht nur langsam vorwärts bis zur Abfahrt auf den Hwy 680. Heute muss Susi mal wieder etwas tun. Nun wird die Fahrt flüssiger und wir kommen gut voran.

Ein letzter Blick ins Wohnmobil – oben Slide-Out ausgezogen

Slide- Out eingezogen – an die unteren Schränke kommt man dann nicht ran.

Bereits nach vierzig Minuten erreichen wir Dublin und sehen eine Tankstelle. Dieses Mal können wir richtig voll tanken. Anschließend müssen wir noch eine Schleife drehen, um in die richtige Richtung zu El Monte zu kommen. Es ist 10 Uhr als wir einparken. Wir räumen alles aus und gehen ins Office. Eine junge Frau kommt auf uns zu und will die Abgabe vornehmen. es stellt sich heraus, dass sie perfekt deutsch spricht. Sie heißt Martina, stammt aus der Slowakei und ist in Wien aufgewachsen. Sie nimmt alles auf und hat nichts zu beanstanden. Aufs Dach wird ebenfalls geschaut. Norbert erklärt ihr noch, was alles nicht in Ordnung ist. Dann gehen wir ins Büro, um die Formalitäten zu erledigen. Man sagt uns, dass wir noch etwas auf den Shuttle warten müssen.

Inzwischen sind noch zwei Paare (zusammen in einem kleineren Womo) und eine Familie mit Kindern angekommen. Als deren Formalitäten erledigt sind, können wir in einen kleinen Minibus einsteigen. Die Fahrt geht recht rasant in Richtung San Francisco. Dieses Mal fahren wir über die sehr lange Bay Bridge. Der Verkehr staut sich und wir kommen nur langsam voran. Dafür können wir die Silhouette von San Francisco etwas intensiver betrachten, außerdem können wir einen ersten Blick auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge werfen, von der wir aber nur den oberen Teil der Brückenpfeiler sehen. Um die Brücke herum sieht man Nebel wallen, obwohl sonst überall die Sonne scheint.

In der Innenstadt werden dann die zwei Paare an ihrem Hotel abgesetzt. Der Fahrer sagt zu uns, dass wir hier auch gleich aussteigen können, da unser Hotel gleich um die Ecke ist. Wir schnappen unsere sieben Sachen und machen uns auf den Weg, den er uns gezeigt hat. An der Ecke schauen wir etwas ratlos und wissen nicht weiter. Ein netter Asiate hat Mitleid mit uns und sagt, dass dies die verkehrte Richtung ist und wir die Straße wieder hinunterlaufen müssen. Die Market Street ist etwa die dritte Querstraße.

Also machen wir uns auf den Weg zurück und erreichen nach ca. 300 m die Market Street. Nun geht es nach rechts und wir sehen in etwa gleicher Entfernung das Hotel. Wir haben unsere Jacken angezogen, damit wir sie nicht tragen müssen und kommen ganz schön ins Schwitzen. Nun laufen wir durch ein Publikum, das nicht sehr vertrauenerweckend aussieht. Es lungern hier viele Obdachlose mit ihren “Gefährten” herum und viele schwarze Jugendliche, die nicht wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen.

Endlich erreichen wir das Hotel und checken ein. Leider können wir das Zimmer erst ab 15:00 Uhr beziehen. Ich hätte mich so gern etwas frisch gemacht nach dem Marsch mit unserem ganzen Gepäck. Wir können es aber einstellen und bekommen Informationsmaterial mit einem kleinen Stadtplan. Also machen wir uns nun bewaffnet mit Kamera und Fotoapparat auf den Weg, um etwas von der Stadt zu sehen.

Nun geht es auf der Market Street in Richtung Westen vorbei am Asian Art Museum, über den Platz der Vereinten Nationen zur Symphony Hall. Nun suchen wir erst einmal eine Bank, um unser Bargeld etwas aufzustocken. Danach finden wir ein Restaurant und essen eine Pizza. Dabei sehen wir uns erst mal den Stadtplan richtig an. Die Tourist Information liegt östlich von unserem Hotel.  Also laufen wir dann auf der anderen Straßenseite zurück und finden schließlich die Information. Sie ist unterhalb der Straße neben dem Eingang zu einer U-Bahnstation.

Die Cable Cars halten hier gleich in der Nähe. Nun sehen wir uns verschiedene Alternativen zur Besichtigung an und entschließen uns zum Kauf einer Dreitageskarte für U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Cable Car (a 21$). Da es bereits fast vier ist, laufen wir zurück zum Hotel. Nun können wir das Zimmer beziehen und schauen auf die Market Street. Die Fenster sind nicht sehr schallisoliert und es ist ganz schön laut, besonders wenn die Straßenbahn oder ein Fahrzeug mit Signal vorbei fährt.

Norbert findet in seinem Nachtisch Ohrstöpsel. Mal sehen, ob wir sie brauchen. Nach etwa zehn Minuten wird unser Gepäck gebracht. Nun duschen wir erst einmal ausgiebig und ruhen uns etwas aus. Die Stadt strengt nach den Wochen der Einsamkeit doch sehr an. Abends machen wir uns dann auf den Weg zum Hotel Whitcomb, um schön zu Abend zu essen. Unser Hotel hat leider kein Restaurant. Wir bekommen einen schönen Tisch. Es ist hier eine angenehme Atmosphäre. Es gibt Meeresfrüchte mit Nudeln und dazu ein gutes Glas Wein. Zum Schluss folgt noch ein Espresso. Wir genießen das Essen bei leiser Musik und lassen unseren Urlaub noch einmal Revue passieren.

Dann laufen wir zu unserem Hotel zurück. Wir sehen einige Obdachlose, die sich auf dem Bürgersteig zum Schlafen gelegt haben. Die Armut ist hier zum Greifen nah und mir tut es in der Seele weh, diese Hoffnungslosigkeit zu sehen. Ich bin froh, als wir das Hotel erreichen. Zum Schlafen müssen wir die Fenster schließen und trotzdem ist es noch recht laut. Einige Menschen “palavern” so laut, dass es sich anhört, als wenn sie sich streiten. Erst gegen Mitternacht wird es ruhig und wir können bis sechs Uhr morgens schlafen, denn dann kommt die Reinigung und die Straßenbahn fährt wieder. Irgendwie haben wir uns doch nicht das richtige Hotel ausgesucht, wenn man an die Lage denkt. Ein ereignisreicher Tag geht wieder zu ende.

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