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26. Mai – Tofino – Squamish

Gut ausgeschlafen, stehen wir bereits um 7:00 Uhr auf. Wir trauen unseren Augen nicht, aber es regnet nicht mehr. Wir frühstücken und gehen noch mal zum Strand. Danach verabschieden wir Jane und Jim. Sie wollen heute ebenfalls aufs Festland übersetzen. Unsere erste Station ist Tofino, um zu tanken. Inzwischen ist die Sonne herausgekommen. Wir fahren nun den Weg über das Küstengebirge zurück. Es geht vorbei am Kennedy Lake, der dieses Mal am Vormittag ein ganz anderes Aussehen hat.

Dann sehen wir auf der rechten Seite einen Schwarzbären. Dieser ist aber recht flink und rennt den Berg hinauf. Leider können wir nicht anhalten, um ihn zu fotografieren. Es geht weiter nach Port Alberni. Da wir heute noch aufs Festland übersetzen wollen, bleibt uns leider keine Zeit, uns diesen interessanten Ort etwas näher anzusehen. Nachdem wir das Gebirge überquert haben ist wieder das schönste Sommerwetter. Am Cathedral Crow, dem Urwald machen wir eine kurze Rast, um etwas zu essen. Wieder bewundern wir die herrlichen Bäume. Dann fahren wir weiter bis Nanaimo. Den Fährhafen finden wir sehr gut. Die Auffahrt zum Terminal ist durch Bauarbeiten etwas unübersichtlich und wir fahren einem Bus hinterher, da wir ja sowieso zu den großen Fahrzeugen müssen.

Leider ist dies nur ein Linienbus, der die Fußgänger zur Fähre bringt. Also heißt dies für uns, noch eine Runde fahren und den Eingang zum Terminal finden. Dies gelingt uns im zweiten Anlauf. Wir halten an dem Kassenhäuschen. Die Kassiererin kommt und misst unser Fahrzeug aus. Wir bezahlen wieder mit Kreditkarte und schauen auf den Beleg, um die Spur zu finden, die auf dem Beleg angegeben ist. Dabei stellen wir fest, dass wir für 32 Fuß bezahlt haben, obwohl unser Mobil nur 30 Fuß lang ist. Betrug lauert eben überall. Unsere Fähre fährt erst 15:00 Uhr und wir haben noch etwa eine halbe Stunde Zeit. Norbert dreht inzwischen den Gashahn zu, dies ist Vorschrift auf der Fähre. Während des Wartens kommt ein älteres Ehepaar vorbei und spricht uns an. Sie fragen wie immer, woher wir kommen und wohin wir fahren. Sie erzählen uns, dass sie aus Oregon kommen und nach Alaska fahren. Es ist immer wieder schön, so spontane Unterhaltungen zu führen und dabei interessante Menschen kennen zu lernen.

Nun beginnt unsere Verladung und wir werden auf die Fähre eingewiesen. Wir stehen dieses Mal ganz vorn an der Seite. Danach begeben wir uns aufs Deck, um das Auslaufen des Schiffes zu beobachten. Es heißt auch Abschied nehmen von dieser schönen Insel. Die Sonne scheint inzwischen von einem herrlich blauen Himmel und es sind mindestens 25° C. Einige Passagiere nehmen schon ein Sonnenbad. Wir schlendern über das Schiff und schauen uns alles interessiert an. Wir begegnen wieder dem netten Ehepaar aus Oregon, die mit ihren Freunden ebenfalls die Sonne genießen. Der Mann ruft uns gleich zu „Hallo meine Freunde aus Berlin“. Wir scherzen noch ein wenig und verabschieden uns dann.

Unsere Fahrt dauert wieder knapp zwei Stunden. Diese Strecke führt dieses Mal nicht durch die schöne Inselwelt wie auf der Hinfahrt. In der Ferne können wir dann aber die Silhouette der Hochhäuser von Vancouver sehen. Wir legen in Horseshoe Bay nördlich von Vancouver an. Das Entladen geht wieder sehr zügig. Wir müssen nur aufpassen, dass wir gleich die Abfahrt nach Squamish finden. Unsere Sorge ist unbegründet, denn die Beschilderung ist sehr gut. Nun biegen wir nach Norden ab und befahren eine sehr gut ausgebaute vierspurige Straße. Diese neue Straße ist bereits für die Winterolympiade 2010 gebaut. Sie führt von Vancouver nach Whistler und zu dem Olympiapark mit den Sprungschanzen. Diese wollen wir dann morgen besuchen. Die Straße führt immer an dem Howe Sound entlang, einem Meeresarm, der sich bis nach Squamish erstreckt. Bald kommen wir zu längeren Baustellen und die Verkehrsführung ist nicht so leicht zu erkennen.

An den Shannon Falls machen wir einen kurzen Halt. Hier müssen wir einen Dollar Parkgebühren bezahlen. Dies ist in Kanada wirklich eine Ausnahme. Dieser Wasserfall ist der dritthöchste in Kanada und stürzt über mehrere Stufen 335 m in die Tiefe. Wir sehen uns den Wasserfall von verschiedenen Aussichtspunkten an und finden ihn sehr beeindruckend.

Nach diesem kurzen Stopp geht es weiter nach Squamish. Ich hole wieder meine ausgedruckten Karten heraus, um den Weg zu dem Campingplatz Eagle Vista zu finden. Wir nehmen die richtige Abfahrt und auch die richtigen Straßen, aber trotzdem finden wir ihn nicht gleich. Er ist etwas versteckt und wir müssen suchen. Schließlich finden wir die Einfahrt und begeben uns zu Rezeption.

Der Platz wird von einen netten Ehepaar geführt und wir bekommen einen schönen Stellplatz zugewiesen. Es ist bereits 18:30 Uhr und wir schließen unser Wohnmobil an. Der Platz liegt schön ruhig und im Grünen. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber und gut ausgestattet. Es gibt hier ebenfalls, wie auf verschiedenen anderen Plätzen einen Zahlencode als Zugang. Um 19:30 Uhr essen wir Abendbrot und lassen wieder einen erlebnisreichen Tag ausklingen. Heute sind wir 203 km gefahren.

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