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25. Mai – Tofino

Wir stehen um 7:30 Uhr auf und stellen fest, dass es der erste Morgen ist, an dem keine Sonne scheint. Der Himmel zeigt sich im einheitlichen Grau. Um 9:00 Uhr meldet Norbert uns an der Rezeption an. Wir haben Glück und können noch eine Nacht auf diesem Platz bleiben. Gegen 10:00 Uhr verabschieden wir Thomas und Claudia, die an diesem Tag bei Nanaimo aufs Festland übersetzen wollen. Wir tauschen die Adressen aus, um uns später von unseren Erfahrungen zu berichten.

Danach gehen wir zu Fuß (etwa 4 km) nach Tofino. Wir wollen heute unbedingt Toilettenchemikalien kaufen. Norbert hat sich schon an der Rezeption informiert und wir hoffen, dass wir den Laden finden. Der Weg führt zuerst neben der Straße entlang. Danach kommen die ersten Häuser in Sicht. Von vielen Häusern sieht man nur die Einfahrt. Sie sind meistens im Wald versteckt. Tofino ist ein kleines Fischerdorf mit etwa 1.700 Einwohnern. Im Sommer kommen aber etwa doppelt so viele Touristen dazu. Es werden hier viele Freizeitaktivitäten geboten. Neben den Walbeobachtungstouren kann man Bootsfahrten zu den knapp 50°C heißen Quellen von Hot Springs Cove unternehmen. Tauchen und Rundflüge sind ebenfalls interessante Beschäftigungen. Leider liegt Tofino nicht so geschützt wie Victoria und es regnet an vielen Tagen im Jahr.

Langsam kommen wir in den Ort und erreichen die ersten Stationen, die Walbeobachtungstouren anbieten. Claudia und Thomas waren auf einer Walbeobachtungstour und es hat ihnen ganz toll gefallen. Wir sind eigentlich auch sehr interessiert, uns dieses Schauspiel anzusehen. Doch zuerst wollen wir den Laden aufsuchen, in dem wir uns das fehlende Zubehör kaufen können. Wir finden ihn bald und es gibt viele nützliche Dinge, die wir in unserem Wohnmobil noch gebrauchen können. Nachdem wir bezahlt haben, merken wir, dass es stark angefangen hat zu regnen. Leider haben wir keinen Schirm dabei und so gehen wir zurück und kaufen uns noch einen für den Heimweg.

Nun hat sich die Walbeobachtungstour erledigt, denn bei strömenden Regen macht dies keinen großen Spaß. Unterwegs treffen wir noch Jane, die mit ihrem Fahrrad noch einiges erledigt. Wir gehen dann den langen Weg mit einem Schirm zurück. Das Wasser steht zum Teil auf der Straße und wir werden richtig nass. Der Weg zieht sich endlos hin und wir sind froh, als wir endlich wieder in unserem Wohnmobil angekommen sind. Zuerst nehmen wir eine heiße Dusche und trinken einen heißen Kaffee. Die Flut hat inzwischen eingesetzt und das Meer ist grau und sehr aufgewühlt. Also verbringen wir den Nachmittag gemütlich in unserem Heim.

Später klopft es an unsere Tür. Vor uns steht ein junger Kanadier, der unseren Platz haben möchte. Wir sagen ihm, dass wir hier zu recht stehen. Er geht zur Rezeption und steht eine halbe Stunde wieder vor unserer Tür. Wir zeigen ihm unseren Beleg und nun akzeptiert er, dass wir hier richtig stehen. Die Rezeption hatte den Platz wohl zweimal vergeben. Den restlichen Nachmittag spielen wir Rommé und „Mensch ärgere Dich nicht“.

Es regnet und regnet und will gar nicht aufhören. Abends trinken wir noch eine heiße Zitrone und hoffen, dass wir uns keine Erkältung eingefangen haben. Da wir noch vom Vortag recht müde sind, gehen wir zeitig schlafen.

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