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31. März – Fahrt zum Joshua Tree NP

Gegen 6:00 Uhr werde ich munter, denn es dämmert bereits. Ich möchte gern den Sonnenaufgang fotografieren. Ich ziehe mich an und mache erst einmal einige Aufnahmen. Der frühe Morgen, wenn alles so langsam erwacht ist immer wieder schön, vor allem in der Natur. Der Himmel ist heute im Gegensatz zu den letzten Tagen herrlich blau.

Nach dem Frühstück fahren wir gegen 9:00 Uhr los. Zuerst tanken wir und suchen eine Post. Wir finden ein kleines Einkaufszentrum und sehen auch die Post, aber die öffnet heute am Samstag erst um 10:00 Uhr. So lange wollen wir nicht warten. Da wir schon einige Karten für zuhause geschrieben haben, brauchen wir unbedingt Briefmarken. Diese werden hier leider nicht mit den Karten verkauft.

Wir fahren nun weiter und biegen auf den Hwy S22 zuerst in Richtung Norden ab. Die Fahrt geht über eine wüstenähnliche Hochebene. Es sind überall nur kleine Büsche zu sehen, die jetzt im Frühling zartgrüne Blätter und zum Teil gelbe Blüten tragen. Ab und zu sieht man rot blühende Ocotillo Kakteen.  Nun biegt der Highway in Richtung Osten zum Salton Sea ab. Plötzlich verändert sich die Landschaft. Wir fahren zwar immer noch über eine Ebene, aber zu beiden Seiten sind tiefe Canyons zu sehen. Diese Landschaft ist wirklich faszinierend. Nun mündet der Hwy S22 auf den Hwy 86. An der Kreuzung ist eine große Tankstelle mit Raststätte und Shop. Wir wollen hier gleich noch mal unser Gas nachfüllen, denn in der ersten Woche hatten wir doch meist kalte Nächte.

Wir stellen uns vor den Tank und bald darauf kommt ein netter Mexikaner, der unseren Tank auffüllt. Danach gehen wir noch mal in den Shop, denn Norbert braucht eine Zange, da er seine in Malibu liegen gelassen hat. Dann fahren wir weiter in Richtung Norden, immer an der Westseite des Sees entlang. Je weiter wir nach Norden kommen, umso grüner wird die Landschaft. Durch die Bewässerung wächst hier viel Obst und Gemüse, auch Palmenpflanzungen sind zu sehen.

Nun biegen wir auf den Hwy 10 und fahren in Richtung Osten bis zur Abfahrt in den Joshua Tree NP. Bereits auf der Autobahn geht es ständig bergauf. Nun durchfahren wir den Nationalpark von Süd nach Nordwest. Es ist eine trockene Landschaft, nur vereinzelt sieht man am Wegesrand kleine gelbe und lila Blumen. Ab und zu sind kleine Kakteen zu sehen. Wir erreichen das Visitor Center und kaufen uns den Nationalparkpass für ein Jahr (80 Dollar für uns beide). Auf einer Tafel sehen wir eine Liste der Campgrounds und alle sind “Full”. Nur gut, dass wir reserviert haben.

Nun geht die Fahrt weiter durch eine riesige Ebene, man hat eine weite Sicht bis zu den Bergen am Horizont. Diese Größe und Einsamkeit ist irgendwie überwältigend. Auf der Weiterfahrt sehen wir unterschiedliche Gebiete, die alle durch eine andere Pflanzenart beherrscht werden. Zuerst sehen wir viele rot blühende Ocotillos, die ihre Zweige gen Himmel strecken. Dann kommen wir in ein Gebiet mit bizarr aussehenden Cholla Cacteen, die vereinzelt blühen. Leider ist der Parkplatz an dem Trail mit diesen Kakteen total überfüllt, so dass wir nirgends parken können. Also müssen wir weiter fahren, sehr schade. Dann finden wir durch Zufall einen wunderschönen Prickly Pear Cactus, der herrliche rote Blüten hat. Wir haben ihn nur entdeckt, weil zwei Frauen ihn gerade fotografierten.

Auf der Weiterfahrt sehen wir dann die ersten Mojave Yucca Palmen, die zum Teil wunderschöne Blüten tragen. Nun tauchen mitten in der flachen Landschaft große Steinformationen auf. Es ist als ob jemand große Steine übereinandergestapelt hat. Es sieht richtig bizarr aus. Einige Urlauber nutzen die Gelegenheit für Klettertouren. Nun sehen wir auch die ersten Joshua Tree Palmen, die mit ihren Armen ein bizarres Aussehen haben. An einzelnen sind Blüten zu erkennen. An verschiedenen Felsformationen machen wir kurze Stopps, um uns sie genauer anzusehen.

Es sind sehr viele Menschen heute im Park unterwegs, die das Wochenende und das schöne Wetter nutzen. Die Joshua Trees werden immer mehr auf der Strecke und es ist schon ein toller skurriler Anblick. Susi führt uns nun aus dem Park wieder hinaus nach Yucca Valley, wo unser gebuchter Campingplatz liegt. Wir haben einen Platz auf dem Black Rock CG reserviert, da auf dem Indian Cove bereits Ende November kein Platz mehr frei war.

Die Zufahrt ist etwas abenteuerlich und nicht so leicht zu finden. Die Ausschilderung ist dürftig und der Weg mit zahlreichen Schlaglöchern versehen. Wir halten vor der Rezeption, die aber geschlossen ist. Eine Frau, die gerade mit ihren Kindern spazieren geht, zeigt uns einen Plan. Da kommt auch schon die Rancherin und zeigt uns den Platz, der für uns reserviert ist.

Bereits am Eingang zum Campground stand ein Schild, dass der Platz voll ist. Wir haben Site 38, die sehr groß ist. Der Platz ist etwas uneben und wir versuchen uns so gerade wie möglich hin zu stellen, den Rest müssen die Ausgleichsblöcke erledigen. Hier gibt es ebenfalls sehr viele Joshua Trees. Hinter unserem Womo hüpfen zwei lustige Vögel herum. In unseren Büchern sehen wir, dass es Helmwachteln sind.

Die Sonne scheint noch sehr schön, aber es kommt doch ein recht kalter Wind auf, der an unserem Womo rüttelt. Den Abend verbringen wir dann im Womo, da es immer kälter wird. Auf dem Campingplatz sind viele Jugendliche unterwegs, die zum Teil nicht mal ein Zelt mit haben. Sie schlafen dann in ihren Schlafsäcken auf Planen. Da sind wir doch froh, dass wir es bequemer haben. Dies war wieder ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag. 

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