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28. Mai – Bar U Ranch – Waterton Lakes

Heute stehen wir erst gegen acht Uhr auf. Die Sonne kommt nur langsam hinter den Wolken hervor. Gegen zehn Uhr ist Abfahrt und Susi führt uns durch den Ort in Richtung Highway 22. Wir haben einen weiten Blick über die Prärie. Inzwischen scheint die Sonne und es ist angenehm warm, aber in der Ferne ballen sich dunkle Wolken über den Rocky Mountains zusammen. Auf dem Hwy 22 fahren wir nun in Richtung Süden. Bald erreichen wir die Bar U Ranch, die wir uns gern noch einmal ansehen wollen.

Dieses Mal liegt kein Schnee. Wir zahlen 12 Dollar pro Person und beginnen unseren Rundgang. Die Gebäude der Ranch liegen in einem Tal an einem Fluss. Wir sehen uns die einzelnen Häuser an. Eine Post, eine Sattlerei und verschiedene Vorratshäuser sind dabei. Ein Wohnhaus zeigt uns die Lebensweise der Arbeiter. Eine große Küche, ein Aufenthaltsraum, Schlafzimmer, Waschraum und so weiter sind noch original eingerichtet. Die Detailtreue fasziniert uns immer wieder. Dann gehen wir weiter in Richtung Ställe. Auf der Koppel sind Pferde zu sehen.

Hier treffen wir ein Ehepaar aus München, mit denen wir sofort ins Gespräch kommen. Wir sehen uns nun gemeinsam auf dem großen Gelände der Ranch um. Eine Brücke führt uns über den Fluss zu einem Lagerfeuer. Daneben steht ein Planwagen und ein Zelt ist aufgebaut. Eine Angestellte der Ranch erklärt gerade einer Schulklasse das Leben und die Arbeit auf der Ranch. Sie bietet uns Kaffee an, der in einer Kanne über dem Lagerfeuer hängt. Wir bedienen uns und kosten mal den Cowboykaffee, der so ganz anders schmeckt als der, den wir gewohnt sind. Später machen wir noch einen kleinen Umweg gemeinsam mit den Münchnern zu den anderen Gebäuden und kehren dann zurück zum Hauptgebäude. Hier beschließen wir, noch gemeinsam Mittag zu essen. Wir haben uns viel zu erzählen.

Danach verabschieden wir uns und fahren weiter Richtung Süden. Während wir auf der Farm waren, schien des Öfteren die Sonne und es war angenehm warm. Auf der Weiterfahrt sehen wir, wie dicke Regenwolken auf uns zukommen. Nun wechseln sich Regenschauer und Sonne ab. Die Landschaft ist interessant, es geht bergauf und bergab. Überall sind große Farmen zu sehen.

Schließlich erreichen wir den Hwy 3 und biegen nach Osten in Richtung Pincher Creek ab. Hier sehen wir einen Walmart und kaufen noch einige Dinge ein. Wir schaffen es gerade noch zum Wohnmobil, bevor es anfängt zu schütten. Die Fahrt geht nun in Richtung Waterton Lakes National Park. Westlich und südlich von uns sehen wir die Rocky Mountains mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Man kann sehr gut die Wetterkapriolen, die sich rundherum abspielen, beobachten. Die weite Sicht macht dies möglich. Bald hört es wieder auf zu regnen und die Sonne lässt sich blicken. Alles sieht wie frisch gewaschen aus. Der Weg zum Nationalpark ist sehr abwechslungsreich, überall blüht und grünt es.

Gegen 17:30 Uhr kommen wir zum Parkeingang. Wir kaufen uns den Pass für die Nationalparks gleich für ein Jahr und bekommen Informationsmaterial. Bald kommt das Prince of Wales Hotel in Sicht, dass auf einem Hügel über dem See liegt. Der Campingplatz ist leicht zu finden, denn wir sind nicht das erste Mal hier. Es ist schön alles mal wieder zu sehen. Wir checken für zwei Nächte ein. Der Platz ist etwas besser gefüllt als das letzte Mal, aber es sind immer noch viele Stellplätze frei. Zu unserer Freude sehen wir wieder die zahlreichen Squirrels über den Platz huschen. Sie haben uns das letzte Mal schon so viel Freude gemacht.

Zu unserem Stellplatz gehört auch wieder eines, dass uns erst einmal neugierig beäugt. Rehe und Bighornschafe sehen wir auf dem Campingplatz dieses Jahr nicht. Als wir alles anschließen, kommt ein Fuchs über den Platz gelaufen. Er läuft ca. drei Metern entfernt an uns vorbei und schaut neugierig, was wir da tun. Die Erdhörnchen sind natürlich schnell in ihren Höhlen verschwunden. Nun lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. Da wir immer noch etwas mit dem Jetlag kämpfen, gehen wir zeitig schlafen.

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