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13. April – Fahrt zum Valley of Fire

Heute an einem Freitag, den 13., stehen wir wieder zeitig auf. Der Himmel ist noch bewölkt, wodurch die Nacht nicht so kalt war. Gegen 9:00 Uhr geht die Fahrt weiter in Richtung Süden. Zuerst fahren wir durch den hübschen Ort Springdale. Man merkt, dass dies eine Urlaubsregion ist, denn es sieht alles sehr gepflegt aus. Die Straße führt uns am Virgin River entlang. Es gibt hier viele Farmen und das Tal ist von Bergen begrenzt.

Dann sehen wir ein etwas seltsam anmutendes Fort. Schmale Häuser stehen hier als Attrappen und sollen verschiedene Teile eines alten Ortes darstellen. Es gibt einen sehr schönen Shop, wo man auch essen und trinken kann. Wir kaufen noch ein paar kleine Mitbringsel und unterhalten uns mit der Inhaberin. Da wir fast allein sind, ist sie über etwas Abwechslung recht froh.

Die Fahrt geht dann weiter bergab und wir kommen nach Hurrican. Dies ist ein recht großer Ort, der Wohlstand ausstrahlt. Nun fahren wir auf die Autobahn I-15. Links und rechts sind mehrere Orte wie Washington und St. George zu sehen. Viele Gewerbegebiete und Einkaufszentren säumen den Weg. Unsere Susi hat ihre Sprache wieder gefunden und ruft immer “Kuckuck” wenn sie einen Laden ausmacht.

Hinter Saint George verlassen wir den schönen Staat Utah und fahren eine kurze Zeit wieder durch Arizona. Die Autobahn windet sich nun in Serpentinen durch die Beaver Dam Mountains. Es geht recht steil bergab und die Landschaft ist wieder einmal nur faszinierend. Nun ändert sich die Landschaft wieder schlagartig und wir sind auf einer riesigen Ebene, nur die Berge sind in der Ferne noch zu sehen. Bei Mesquite erreichen wir den State Nevada. Dann kommt Glendale und wir biegen auf den Hwy 169 ab und sehen vor uns den Lake Mead.

Die Orte Langdale, Moapa Valley und Overton gehen fast ineinander über. Nachdem wir die Orte passiert haben, wird die Landschaft spektakulär. Weiße Hügel sind überall zu sehen. Dann kommt die Abfahrt zum Valley of Fire und es kommen nach und nach rote Steine in Sicht. Nicht weit von der Straße steht einsam ein Esel. Später lese ich im Reiseführer, dass es hier noch wilde Esel gibt. Leider waren wir zu schnell vorbei und ich konnte kein Foto schießen.

Unser Plan ist, zuerst zum Campingplatz zu fahren und uns eine Site zu sichern und später noch einige Sehenswürdigkeiten ansehen. Wir biegen zu dem Campground ab und finden die Lage toll. Er ist schon sehr gut belegt. Wir versuchen erst einmal am Eingang uns zu informieren, wie es hier funktioniert. Da Selbstregistratur ist, nehmen wir uns ein Formular mit. Wir finden noch eine Site, sogar mit Strom- und Wasseranschluss. Nun füllen wir erst einmal alles aus und legen das Geld (30$) in den Umschlag.

Während Norbert das Womo anschließt, bringe ich den Umschlag zu dem dafür vorgesehen Briefkasten. Dabei mache ich doch einen recht großen Umweg zwischen den Felsen. Das Wetter an diesem Tag war recht wechselhaft. Es schien zwar des Öfteren die Sonne, aber es ging oft ein sehr starker böiger Wind. Hier auf dem Platz ist er so stark, dass wir unseren Slide Out wieder einziehen. Wir haben das Gefühl, wir heben bald ab.

Leider können wir nun nicht wieder wegfahren, da die Gegenstände zum markieren des Platzes sicher gleich weggeflogen wären. Der Himmel verdunkelt sich immer mehr. Da es noch recht zeitig ist, wollen wir abwarten, ob sich das Wetter wieder beruhigt. Da noch einmal die Sonne hervorkommt, es aber immer noch sehr windig ist, laufen wir nur bis zu den Petroglyphen. Unterwegs treffen wir noch ein deutsches Ehepaar, das eine Wohnmobilüberführung gemacht hat und in Las Vegas dann abgeben muss. Sie hatten unterwegs Pech mit der Technik und bekamen ein anderes, das jedoch viel kleiner war, als angemietet. Unser Forum kannten sie aber nicht.

Wir sehen uns die Felszeichnungen an, die über eine Treppe zu erreichen sind. Von hier hat man einen schönen Blick auf die vielen roten Felsen. Es wird aber auch immer dunkler. Die Wolken sehen richtig bedrohlich aus. Wir schaffen es aber noch bis zu unserem Heim, bevor es anfängt zu regnen. Und es schüttet die ganze Nacht wie aus Eimern. Ich wusste nicht, dass es in der Wüste so regnen kann. Den Abend verbringen wir dann gemütlich im Wohnmobil, während es laut auf unser Dach trommelt.

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